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US-Regierung plant umfassende Offenlegung ihrer Bitcoin-Bestände und strategische Anpassungen im Umgang mit Kryptowährungen

US-Regierung plant öffentliche Offenlegung ihrer Kryptowährungsbestände

Am 5. April wird das US-Finanzministerium gemeinsam mit anderen Bundesbehörden die Bestände an Kryptowährungen gemäß der Exekutivverordnung von Präsident Trump, datiert auf den 6. März, öffentlich offenlegen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, einen strategischen Bitcoin-Reservat und einen digitalen Vermögenslagerbestand einzurichten, um Bitcoin als wichtigen nationalen Vermögenswert zu etablieren. Die bevorstehende Offenlegung wird Aufschluss darüber geben, welche Kryptowährungen die Regierung aktuell besitzt und welche Pläne sie für digitale Vermögenswerte in der Zukunft hat.

Langfristige Perspektive der US-Regierung auf Bitcoin

Die Exekutivverordnung fordert sämtliche Bundesbehörden auf, innerhalb eines Monats ihre Bestände an Kryptowährungen zu melden. Der Finanzminister hat zudem den Auftrag, zwei neue Exekutivbüros zu schaffen, die für die Überwachung der digitalen Vermögenswerte der Regierung zuständig sind. Diese Initiative zielt darauf ab, Bitcoin ähnlich wie Gold zu behandeln und ein „digitales Fort Knox“ zu etablieren. Der strategische Bitcoin-Reservat wird insbesondere Bitcoin beinhalten, das aus der Beschlagnahme von Vermögen, das mit kriminellen und zivilen Rechtsstreitigkeiten in Verbindung steht, erworben wurde, wobei die Regierung beschlossen hat, diese Vermögenswerte nicht zu veräußern.

Laut David Bailey, CEO von BTC Inc., ist die Preisvolatilität von Bitcoin in den letzten Monaten auf die bevorstehenden Prüfungsberichte zurückzuführen, die zur Einrichtung des Bitcoin-Reservats geführt haben.

Am 5. April muss die US-Regierung eine vollständige Überprüfung ihrer Bitcoin-Bestände abgeschlossen haben. Die Erkenntnisse aus dieser Prüfung könnten wichtige Fragen zur aktuellen Preisentwicklung beantworten.

Die Daten von Arkham Intelligence zeigen, dass die US-Regierung derzeit 198.012 Bitcoin im Wert von etwa 16 Milliarden US-Dollar hält. Im vergangenen Jahrzehnt verkaufte die Regierung etwa 50 % der rund 400.000 abgebauten Bitcoin und erzielte dabei 366 Millionen US-Dollar. Diese Vermögenswerte könnten mittlerweile eine Bewertung von über 17 Milliarden US-Dollar erreichen.

Vorgeschlagene 200-Milliarden-Dollar-Anleihen und deren Auswirkungen auf Steuerzahler

Die strategische Hinwendung zu Kryptowährungen geht einher mit einem Vorschlag des Bitcoin Policy Institute, Bitcoin zu nutzen, ohne Geld von den Steuerzahlern aufzuwenden. Demnach empfiehlt das Institut die Einführung von bitcoinbasierten Finanzanleihen im Wert von 2 Billionen US-Dollar, die als „₿-Anleihen“ bezeichnet werden.

Diese ₿-Anleihen würden 90 % der Erlöse für traditionelle staatliche Finanzierung verwenden, während die verbleibenden 10 % für den Erwerb von Bitcoin bereitgestellt werden würden. Der Zinssatz für diese Anleihen würde mit 1 % relativ niedrig ausfallen, was im Vergleich zu den derzeitigen 10-jährigen Finanzministerium-Anleihen, die im Durchschnitt einen Zinssatz von 4,5 % bieten, vorteilhaft ist.

Anleger würden von der Wertentwicklung des Bitcoin durch strukturierte Auszahlungen bei Fälligkeit profitieren. Die Anleihestruktur garantiert eine vollständige Rückzahlung und kombiniert dies mit weiteren Bitcoin-basierten Renditen, was den Anlegern eine Mischung aus Sicherheit und kryptobezogenen Einkommensströmen bieten soll.

Die Finanzmodellierung des Instituts legt nahe, dass diese Maßnahmen den Steuerzahlern erhebliche Einsparungen ermöglichen könnten. Obwohl der Bitcoin-Preis in den letzten 10 Jahren eher stabil war, könnte die Regierung, selbst wenn sie 200 Milliarden US-Dollar für den Kauf von Bitcoin ausgibt, bis zu 354 Milliarden US-Dollar einsparen. Sollten die Präferenzen für Bitcoin der historischen Entwicklung folgen, könnten signifikante Teile der Staatsverschuldung bis 2045 ausgeglichen werden.

Zusätzlich profitieren die Anleihen von Steuererleichterungen auf Zinsen und Gewinne aus Bitcoin, wodurch ihr Nutzen als Wertspeicher für Verbraucher erhöht wird. Prognosen zufolge könnten über 132 Millionen Haushalte in den USA von diesen Anleihen profitieren, wobei jeder Haushalt im Durchschnitt eine Auszahlung von 3.025 US-Dollar erwarten kann. Institutionelle und internationale Investoren würden voraussichtlich 80 % der Anleihen übernehmen, während US-Haushalte 20 % der Ankäufe tätigen würden.

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