Bitcoin: Digitales Gold oder Tech-Aktie? Analyst hinterfragt traditionelle Ansichten und prognostiziert Kursanstieg auf 500.000 Dollar bis 2025

Bitcoin: Digitales Gold oder Technologieaktie?

Bitcoin wird häufig mit Gold vergleichbar und als Absicherung gegen finanzielle Risiken beworben. Der Analyst Geoffrey Kendrick von Standard Chartered hinterfragt jedoch diese Sichtweise und argumentiert, dass sich die weltweit größte Kryptowährung eher wie eine Aktie eines großen Technologieunternehmens verhält.

Korrelation zwischen Bitcoin und dem Nasdaq

In seiner jüngsten Mitteilung an Kunden stellte Kendrick fest, dass der Bitcoin-Handel über kurze Zeiträume stark mit dem Nasdaq korreliert. Diese Erkenntnis wirft Zweifel an der weit verbreiteten Auffassung von Bitcoin als "digitales Gold" auf. Aktuell ist die Korrelation von Bitcoin mit dem technologieorientierten Index auf einen Höchstwert von 0,8 gestiegen, liegt aber mittlerweile bei etwa 0,5. Zum Vergleich: Die Korrelation des Vermögenswerts mit Gold beträgt derzeit nur 0,2, nachdem sie kürzlich sogar null erreicht hatte. Diese Daten deuten darauf hin, dass Bitcoin sich eher wie eine große Technologieaktie und weniger wie der König der Metalle verhält.

Kendrick sieht die Situation jedoch nicht ausschließlich negativ und führt aus: „Mehrere Nutzungsmöglichkeiten werden frische Kapitalzuflüsse in die Vermögenswerte bringen.“ Nach einem Rückgang unter 80.000 US-Dollar hat sich der Preis von Bitcoin in den letzten zwei Wochen um mehr als 10 % erholt.

Bitcoin und die Magnificent 7

In seiner neuesten Forschung schlägt Kendrick die Idee von "Mag 7B" vor – eine Fusion von Bitcoin und den "Magnificent 7" Tech-Aktien. Seit Dezember 2017 hat dieser hypothetische Index besser abgeschnitten als die Magnificent 7. Kendrick bemerkt dazu: „Die relativen Renditen des Mag 7B sind sowohl absolut als auch auf Kalenderjahresbasis anständig.“

Bitcoin zeigt seit der Amtseinführung von Präsident Donald Trump ein volatilitätsbereinigtes Handelsverhalten, ähnlich der Entwicklung von Nvidia. Seit dem 20. Januar ist Nvidia um etwa 12 % gefallen, während Bitcoin im gleichen Zeitraum etwa 16 % verloren hat.

Prognose für den Bitcoin-Kurs bis 2025

Trotz der jüngsten Rückgänge und der anhaltenden Unsicherheit aus dem Weißen Haus empfiehlt die Londoner Bank Standard Chartered weiterhin, BTC bei Schwäche zu kaufen. Kendrick prognostiziert, dass der Preis des Vermögenswerts bis Ende dieses Jahres 200.000 Dollar erreichen könnte und bis zum Ende von Trumps Amtszeit auf 0,5 Millionen Dollar steigen wird.

Ein Teil der anhaltenden Schwäche von Bitcoin könnte auf den 1,5 Milliarden Dollar schweren Bybit-Hack im Februar zurückzuführen sein. Dennoch ist der Analyst überzeugt, dass die Kryptoindustrie durch zunehmende "Institutionalisierung" sicherer werden wird. Weiterhin werden kryptofreundliche Richtlinien und regulatorische Klarheit unter der Trump-Regierung voraussichtlich das globale Interesse an Bitcoin steigern und zur Preiserhöhung des Vermögenswerts in der Zukunft beitragen.

Insgesamt zeigt sich, dass Bitcoin als Vermögenswert immer komplexer wird und sowohl als digitale Währung als auch als Technologieaktie interpretiert werden kann.

Die mobile Version verlassen