"David Sacks wehrt sich gegen Medienkritik: ‚Kein Dumping, sondern wichtige Vermögensveräußerungen im Krypto-Markt’"

David Sacks: Medienkritik und Kontroversen im Krypto-Markt

David Sacks, der als „Krypto-Czar“ während der Trump-Administration gilt, hat die Berichterstattung der Medien über den Kryptomarkt scharf kritisiert. Diese Äußerungen erfolgten im Kontext des Verkaufs von über 200 Millionen USD in digitalen Vermögenswerten, der in den Medien oft als „Dumping“ bezeichnet wurde.

Zur Einordnung: Sacks und seine Firma, Craft Ventures, hatten ihr gesamtes Krypto-Portfolio kurz vor dem Amtsantritt von Präsident Trump liquidiert. In einem Memo des Weißen Hauses wird darauf hingewiesen, dass entscheidend sei, dass Sacks bedeutende Schritte unternommen hat, um potenzielle Interessenkonflikte zu minimieren. Dies geschah durch den Verkauf von Hunderten Millionen USD in digitalen Vermögenswerten. Zu den verkauften Vermögenswerten gehörten Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Solana (SOL) sowie Anteile an krypto-bezogenen Fonds wie dem Bitwise 10 Krypto Index Fund und Aktien von Coinbase und Robinhood.

Sacks reagierte auf die Medienberichterstattung über seinen Verkauf auf der Plattform X (ehemals Twitter). Er stellte klar: „Ich habe meine Kryptowährung nicht ‚gedumpt‘; ich habe sie veräußert.“ Damit wies er die Darstellung als ungenau und absichtlich irreführend zurück. Sacks argumentierte, dass diese Sichtweise darauf abziele, die Glaubwürdigkeit des Krypto-Marktes zu schädigen und dass seine Handlungen durch Ethikregeln der Regierung diktiert waren, um jeglichen Anschein von Interessenkonflikten zu vermeiden.

Sacks‘ Aussage fand Unterstützung bei mehreren Führungspersönlichkeiten der Branche. Changpeng Zhao (CZ), ehemaliger CEO von Binance, äußerte sich auf X und betonte: „Sie verkaufen Klicks, nicht Ethik.“ Auch David Nage, Portfoliomanager bei Arca, verteidigte Sacks’ Handlungen und kritisierte die Medienberichterstattung, die den „Dumping“-Spin propagiert. Er wies darauf hin, dass diese Sichtweise das „Vertraue nicht, überprüfe“-Ethos von Krypto mit alten Systemen konfrontiert, die auf blindem Vertrauen basieren.

Analyst Colin sprach sich dafür aus, staatliche Finanzierungen für Medienorganisationen abzulehnen. David Hoffman, Mitinhaber von Bankless, stellte fest, dass die Medien oft die allgemeinen Ansichten und Vorurteile der Gesellschaft widerspiegeln, insbesondere in Bezug auf Kryptowährungen. Viele Menschen, die nicht in Krypto involviert sind, könnten einen Mangel an Erfolg dieser Technologien wünschen, da die Akzeptanz ihres Potenzials zur Vermögensbildung sie in einen Konflikt mit eigenen Überzeugungen bringen würde.

Diese Debatte findet vor dem Hintergrund wachsender Opposition gegen die Idee von Trumps digitalem Vermögensvorrat und einer strategischen Bitcoin-Reserve statt. Eine Umfrage hat ergeben, dass eine Mehrheit der Wähler Bedenken hinsichtlich der Beteiligung der US-Regierung an Krypto- und Blockchain-Entwicklungen hat und glaubt, dass die Regierung ihre Investitionen in diese Technologien reduzieren sollte.

Insgesamt verdeutlicht dieser Fall die anhaltenden Spannungen zwischen der Medienberichterstattung über Kryptowährungen und den Meinungen sowie den Handlungen von Branchenakteuren. Die Auseinandersetzung um Sacks zeigt, wie komplex und vielschichtig der Krypto-Markt ist, insbesondere im Kontext von Politik und öffentlicher Wahrnehmung.

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