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Coinbase als größter Knotenbetreiber für Ethereum: 120.000 Validatoren und 11,42% des ETH-Angebots gesichert

Coinbase als führender Knotenbetreiber für Ethereum

Coinbase hat sich als der größte Knotenbetreiber für Ethereum etabliert, mit beeindruckenden 120.000 Validatoren. In einem aktuellen Bericht gab die Börse bekannt, dass sie bis zum 4. März 3,84 Millionen ETH über ihre Validatoren verwaltet, was 11,42 % des gesamten im Umlauf befindlichen Ethereums entspricht.

Hohe Verfügbarkeit und Sicherheitsfokus

Der Bericht, der Einblicke in die Betriebsleistung von Coinbase geben sollte, zeigt, dass das Unternehmen im Februar 2025 eine Verfügbarkeit von 99,75 % verzeichnete. Dies bedeutet, dass die Validatoren von Coinbase 99,75 % des Monats online und betriebsbereit waren. Obwohl eine Verfügbarkeit von 99,9 % theoretisch möglich wäre, hat Coinbase aus Sicherheitsgründen dieses Ziel nicht angestrebt.

Die Entscheidung, die Verfügbarkeit oberhalb von 99 % zu halten, jedoch unter 99,9 %, dient dazu, Sicherheitsbedenken wie doppelte Unterzeichnungen zu vermeiden. Coinbase hat seit seiner Gründung keine doppelten Unterzeichnungen oder Strafen (Slashing) erlebt. Slashing ist eine Strafe, bei der Validatoren einen Teil ihres Anteils verlieren, wenn sie gegen die Netzwerkregeln verstoßen.

Coinbase betont:

„Durch die Ausrichtung auf 99,9 % sind Sicherheitskompromisse erforderlich, die das Risiko einer doppelten Unterzeichnung erhöhen können, was zu Strafen führt. Bei Coinbase sind hohe Uptimes wichtig, aber wir priorisieren immer die Sicherheit der Vermögenswerte unserer Kunden vor der Verfügbarkeit.“

Die verbesserte Verfügbarkeit im Februar wird auch auf ein Upgrade der Architektur zurückgeführt, das es den Validatoren ermöglicht, auch während Wartungsarbeiten am Beacon-Knoten weiterhin zu operieren.

Teilnahmequote und Bedenken zur Zentralisierung

Neben der hohen Verfügbarkeit zeigt der Bericht auch eine Teilnahmequote von 99,75 %, die die Anzahl der Validatoren erfasst, die ihre Konsensabgabe erfolgreich ausführen. Dies liegt über dem Netzwerkdurchschnitt von 99,52 %.

Mit dem Offenlegen seines Anteils an Ethereum sind Bedenken hinsichtlich der Zentralisierung des Netzwerks aufgekommen. Obwohl 11,42 % des Anteils von Coinbase geringer sind als der von Lido, bleibt Coinbase der größte Knotenbetreiber. Lido hingegen fungiert als Kollektiv, bei dem kleinere Einsätze pro Knotenbetreiber möglich sind.

Einige in der Krypto-Community, einschließlich der Daily Gwei-Gründerin Anthony Sassano, haben die Transparenz von Coinbase gelobt. Andere äußern jedoch Bedenken, dass dieser große Anteil die Zentralisierung von Ethereum gefährden könnte. Coinbase reagiert in seinem Bericht und verweist auf die Vielfalt seiner Validatoren als Nachweis für die Dezentralisierung des Netzwerks.

Diversifizierung und geografische Verteilung

Der Austausch betont, dass er über zwei Konsenskunden, zwei Ausführungskunden und sechs Staffelkunden verfügt. Die Konsenskunden, Leuchtturm und Prysm, machen 63,8 % der Gesamtverteilung aus, während Geth und Nethermind 79 % der Ausführungsclients stellen. Dies legt nahe, dass die Clients von Coinbase sowohl im Konsens- als auch im Ausführungsbereich das Ethereum-Netzwerk dominieren.

Trotz dieser Dominanz haben die Validatoren von Coinbase auch in Bezug auf die Minimierung von Zentralisierung vorgesorgt: Sechs verschiedene MeV-Relais sind im Einsatz, von denen vier nicht zensiert sind. Coinbase erkennt das Risiko der Diversifizierung an und plant, seine Kundenvielfalt weiter zu verbessern, indem es die Produktionsbereitschaft von zwei weiteren Implementierungen bewertet.

Die geografische Verteilung der Validatoren ist ein weiterer Punkt, an dem Coinbase Dezentralisierung anstrebt. Diese sind in fünf Ländern aktiv: Singapur, Japan, Irland, Hongkong und Deutschland. Zusätzlich werden zwei Cloud-Anbieter, Amazon Web Services und Google Cloud Platform, genutzt.

Insgesamt positioniert sich Coinbase als ein verantwortungsbewusster Knotenbetreiber, der sowohl hohe Verfügbarkeiten als auch Sicherheitsbedenken ernst nimmt, während er sich gleichzeitig mit den Themen Dezentralisierung und Transparenz auseinandersetzt.

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