Kryptomärkte unter Druck: Bitcoin stabil über 85.000 Dollar, während Händler auf Trumps "Befreiungstag" blicken

Bitcoin und die aktuellen Entwicklungen auf den Kryptomärkten

In den letzten Tagen zeigte Bitcoin eine Stabilisierung über der Marke von 85.000 Dollar, während die Märkte sich auf den sogenannten „Befreiungstag“ des ehemaligen Präsidenten Donald Trump vorbereiteten. An diesem Tag wird mit einer neuen Welle von Zöllen auf Einfuhren aus Ländern wie China, Kanada und Mexiko gerechnet. Dies führte zu einer allgemeinen Nervosität unter den Händlern.

Marktentwicklung und Stimmung

Die gesamte Marktkapitalisierung der Kryptomärkte lag bei 2,837 Billionen US-Dollar, was einem Rückgang von 0,83 % entspricht. Der Angst- und Gier-Index stieg auf 44, bleibt jedoch weiterhin im Bereich der Angst. Viele Altcoins orientierten sich an Bitcoin und verzeichneten kaum oder gar keine nennenswerten Gewinne.

Gründe für den Rückgang der Kryptomärkte

Händler sind besorgt über die bevorstehenden Zölle, die die Verbraucherpreise erhöhen und somit zu einem Anstieg der Inflation führen könnten. Solche Entwicklungen wirken in der Regel als bärischer Katalysator für riskantere Anlagen wie Bitcoin. Einige Händler erinnern sich an die starke Abwertung von Bitcoin Anfang März, als die Zölle auf Kanada, Mexiko und China verhängt wurden und der Preis über Nacht von 105.000 auf 92.000 Dollar fiel.

Obwohl die Zölle darauf abzielen, das US-Handelsdefizit zu verringern und die heimische Produktion zu fördern, befürchten viele Akteure, dass die internationalen Spannungen eine risikoscheue Stimmung hervorrufen könnten. Zum Beispiel erreichte der Goldpreis heute ein Rekordhoch von 3.150 Dollar pro Unze, während Bitcoin nach wie vor als riskanter gilt.

Zukunftsaussichten für Bitcoin

Laut dem Handelsunternehmen QCP Capital könnte die aktuelle Zollankündigung Teil einer längerfristigen bärischen Phase sein. Das Unternehmen warnt, dass Vergeltungsmaßnahmen von Ländern wie China und Mexiko die Marktentwicklungen weiter destabilisieren könnten. QCP-Analysten erwarten, dass risikobehaftete Vermögenswerte bis auf Weiteres unter Druck stehen werden.

Einige Marktbeobachter stellen jedoch die Hypothese auf, dass wirtschaftliche Abschwünge sich positiv auf Bitcoin auswirken könnten. Sollte das Wachstum merklich nachlassen, könnte die Federal Reserve gezwungen sein, die Zinssätze zu senken und Maßnahmen zur quantitativen Lockerung zu ergreifen, was in der Vergangenheit oft zu einer Stärkung von Kryptowährungen geführt hat.

Technische Analyse

Laut Rekt Capital steht Bitcoin kurz vor einem potenziellen Ausbruch, nachdem es sich kürzlich über der Abwärtstrendlinie hielt. Eine stabile Position über dieser Linie könnte einen Wendepunkt Richtung neuer Aufwärtstrends signalisieren. Bitcoin notierte zum Zeitpunkt des Schreibens in Richtung 87.000 Dollar, wobei eine Unterstützungslinie bei 84.000 Dollar als kritisch betrachtet wird.

Altcoins im Fokus

Der Altcoin-Markt wuchs in den letzten 24 Stunden um 5 % auf 1,15 Billionen US-Dollar. Während einige bedeutende Altcoins wie Ethereum (ETH) und XRP moderate Verluste von 1-2 % verzeichneten, stieg der EOS-Token erheblich aufgrund des Hypes um das Rebranding zu Vaulta. EOS liegt hierbei im Fokus, da es sich auf Blockchain-basiertes Banking konzentriert.

Andere Tokens wie Raydium (RAY) und Ondo (ONDO) zeigten nur geringe Gewinne ohne klar identifizierbare Katalysatoren.

Fazit

Die jetzige Marktsituation zeigt sowohl Risiken als auch Chancen für Anleger im Kryptobereich. Die Entwicklungen rund um die Zölle und die geopolitischen Spannungen spielen eine entscheidende Rolle in der Marktstimmung. Anleger sollten aktiv bleiben und die weitere Entwicklung genau beobachten, insbesondere im Hinblick auf mögliche Preisbewegungen bei Bitcoin und anderen Altcoins.

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